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Plakat thumbVirtueller Roter Teppich für die Sieger*innen! 

Die „Mobile Jugendarbeit“ in Bergheim hatte Glück im Unglück: Das Unglück, für uns alle, ist die Corona-Pandemie - keine Veranstaltungen mit Publikum, keine öffentliche Preisverleihung für den Jugendwettbewerb „Klappe auf“, die wunderbaren Arbeiten drohten im Nichts zu verschwinden. Da kam das Glück um die Ecke: Man hatte ja die Kurzfilme als Dateien. Warum keine Online-Preisverleihung? Also gab es eine doppelte Premiere: Die Erstaufführung der 10 Filme und die Preisverleihung per Videokonferenz.

Der Wettbewerb richtete sich an junge Menschen bis 27 Jahre. Das Motto lautete: „Liebe oder so…!“ Die Filme sollten maximal 10 Minuten dauern – Kurzfilme also.

10 Filme kamen in die Konkurrenz und, um es vorwegzunehmen: ALLE hatten den ersten Preis verdient!

Die Jury hatte also einen schweren Job vor sich, irgendeine Film-Crew musste gewinnen. Also entschied man sich für „Lisa und der Engel“. Ein junges Mädchen ist verzweifelt, niemand liebt sie, sie will aus dem Leben scheiden. Da kommt der Engel angeflogen in Gestalt eines blonden Jungen, der ihr versichert: Es gibt einen, der dich liebt: Ich! Schnitt. Jahre später. Das Mädchen ist Bundeskanzlerin und es ist ihr gelungen, die Klimakrise zu bewältigen. Als Traumbild erscheint ihr der Engel von damals. Die Macht der Liebe!


Miesseler

Bürgermeister Volker Mießeler begrüßte die Teilnehmer*innen der virtuellen Preisverleihung


Auf den 2. Platz kam „Auf der Suche nach der Liebe oder so…“ Hier dominierten eine experimentelle Bildsprache, eine kreatives Grafik-Design, originelle Choreos. Und: Der Film kam praktisch ohne Worte aus! Nur am Schluss kam eine Stimme als WhattsApp-Sound zu Wort: „Die Liebe ist überall!“

Den 3. Platz belegte „Marthas Märchenwelt“, eine originelle und äußerst spielfreudige Geschichte aus der Perspektive eines jungen Mädchens.


Klappe auf Moderatoren mittel

Die Moderatoren des Abends, Timo Glüge und Nina Trumm


Auch ein Publikumspreis wurde vergeben, die Zoom-Teilnehmer konnten ihr Votum eingeben. Zwei Filme lagen mit gleicher Stimmenzahl an der Spitze: „Auf der Suche nach der Liebe oder so…“ (auch von der Jury prämiiert, s.o.) und „Mülltrennung“. Dieser Film handelt, naja, vom Gegenteil von Liebe: Eine junge Frau lockt Männer, gelegentlich auch Frauen, in ihr Haus und nach der Liebe entsorgt sie sie ordnungsgemäß in der braunen und grauen Tonne: Mülltrennung. Stephen King lässt grüßen!

Das Online-Publikum war deutlich größer, als das in Gleis11 möglich gewesen wäre. So gesehen: Glück im Unglück. Allerdings hätten alle Teams einen echten roten Teppich verdient gehabt!

Den kompletten Abend kann man sich hier nocheimal ansehen!

Bernd Woidtke