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Poetry Slam Bühne klBergReim - Auf ein Wort

Poetry Slam

Ausverkauft! Was für ein Ausruf in dieser Zeit! Langsam trauen sich die Leute wieder aus ihrer Wohnung, gehen wieder zu Veranstaltungen – wie schön!

Und es hat sich gelohnt! Sechs fulminante Poetry Slammer performten, was das Zeug hielt. Gemeinsam hatten sie das große Tempo, die Liebe zur Sprache, den Wortwitz. 

Mit dabei: Luise Wolff, Jana Goller, Sven Erik Jansen, Jann Wattjes, Stef und Alex Paul. 

Der gut gelaunte Moderator Bernard Hoffmeister heizte das Publikum an und erklärte die Regeln: Selbst geschriebene Texte, sechs Minuten Zeit, keine Kostüme, keine Verkleidung, keine Requisiten, nur das gesprochene Wort gilt. Eine Publikumsjury gab zwischen einem und zehn Punkten. Die ersten drei kamen ins Finale.

Poetry Slam Siegergruppe kl

Die Finalisten: Alex Paul, Sven Erik Jansen, Stef (v.l.)


Die Texte handelten von fliegenden Schleimpfropfen, geheimnisvollen Schränken, unerträglichen Blockflöten, vorzeitigen Beerdigungen, Depressionen und den Dating-Fantasien eines vermeintlichen Underdogs. Wunderbare zitierfähige Sätze fielen: „Wenn man sein Kind Fagott lernen lässt, will man ihm auf subtile Weise mitteilen, dass man es nicht liebt“. Oder: „Eigentlich bin ich purer Durchschnitt, ich bin der Kerl, dem du sagen kannst, dass es nur auf eine Freundschaft hinausläuft.“

Poetry Slam Sven Erik Jansen 2

Sven Erik Jansen, der strahlende Sieger


Ins Finale kamen: Sven Erik Jansen, Stef und Alex Paul. Dort trugen sie einen zweiten Text vor. Schon deren Titel verrieten die Geschichte: „Die Furzgeräusche der Anderen“ (Alex Paul), „Meine Frau ist schwanger“ (Sven Erik Jansen) und „Fuckboy hat die Zeit gestohlen“ (Stef).

Mit knappem Vorsprung ging Sven Erik Jansen durchs Ziel. Und erinnerte daran, dass alles nur Fiktion sei: Seine Frau ist nicht schwanger!

BergReim - Auf ein Wort: eine vielversprechende Auftaktveranstaltung für das Festval "Wort im Gleis"!

Bernd Woidtke