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Drei tolle Romane, die ich in letzter Zeit gelesen habe

Mein Name ist Armin Krieger und ich bin Tubist beim Musikverein Blau-Weiß Quadrath-Ichendorf. Als kulturell Interessierter unterstütze ich zusätzlich den hiesigen Heimatverein und bin auch eines der Gründungsmitglieder des KulturWerks Quadrath-Ichendorf.  In einer der Redaktionssitzungen von ‚Mein Quadrath-Ichendorf‘ wurden die Anwesenden gebeten, einige ihrer Lieblingsbücher vorzustellen. Weil ich auch Teilnehmer im Lit.Treff der Bergheimer Bibliothek bin, könnte ich Bücher wie z. B. ‚Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster‘ von Susann Pasztor oder ‚Würde‘ vom Hirnforscher Gerald Hüther empfehlen, stelle jedoch lieber drei spannende Abenteuerromane vor.


washington blackMein Buchtipp für den Adventskalender 2021 MQI

Washington Black


Autorin: Esi Edugyan

erschienen im Eichborn Verlag

‚Washington Black‘ von Esi Edugyan (geb. 1978 mit ghanesischen Vorfahren) ist ein leicht zu lesender Roman, dessen Geschichte im zeitlichen Ablauf konsistent ist.

Die Kanadierin Esi Edugyan beschreibt in ihrem Roman unvergessliche Szenen und verfasste so einen beglückenden Reisebericht, der an Jules Verne erinnert. Die Geschichte des schwarzen Sklavenjungens Washington Black, Wash genannt, beginnt auf Barbados im Jahre 1830, wo er auf einer Zuckerrohrplantage unter unmenschlichen Bedingungen schuften muss. Sein Glück beginnt, als er aufgrund seiner Zeichenkünste zum Leibdiener Christopher Wildes, dem Bruder des brutalen Plantagenbesitzers, ausgewählt wird. Titch, so nennen alle den Bruder des Plantagenbesitzers, ist Erfinder, Entdecker, Naturwissenschaftler – und erklärter Gegner der Sklaverei.

In einem selbst gebauten Luftschiff entkommt das ungleiche Paar von der Plantage, wobei Wash jedoch verletzt wird. Damit beginnt eine abenteuerliche Flucht, die die beiden um die halbe Welt führen wird. Dabei beschreibt die Autorin ausführlich Washs Gefühle bezgl. der technischen Auswirkungen (Flamme, Gestank, Geräusche usw.) bei der Flucht im Cloud Cutter, dem Wolkenkutter. Natürlich wird Wash auch in Virginia per Steckbrief gesucht – Belohnung 1.000 Pfund – doch das hindert ihn nicht an seiner Weiterreise mit Titch nach Alaska.

Knapp dem Erfrierungstod entronnen, lässt Wash sich am kanadischen Bedford-Becken nieder, wo er wieder zu zeichnen beginnt – der zwischenzeitlich wohl verstorbene Titch hatte ihn dafür bewundert. Hier trifft Washington auf Tanna Goff, eine Weiße, der er Malunterricht gibt und in die er sich verliebt. Mit ihr reist er nach England, wo er u. a. die Hinrichtung zweier Männer miterlebt, die ihn, den Sklavenjungen, gesucht hatten. Sie waren anscheinend straffällig geworden, da ihr Geschäftsmodell, die Kopfgeldjagd, mit Abschaffung der Sklaverei hinfällig geworden war. Schließlich trifft er mit Tanna in Amsterdam seinen verstorben geglaubten Wohltäter und Freund Titch wieder.

Armin Krieger

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